Überströmregler Typ 92–99 – bis 30 bar, DN 50–500
Selbsttätige Regler zur Sicherung von Verdichterend-, Saug- und Differenzdrücken in Gasanlagen.
Druckzustände gezielt sichern
Je nach Typ gegen Über- oder Unterschreitung von End-, Saug- oder Differenzdruck.
Überströmregler Typ 92–99 für End-, Saug- und Differenzdruck
Die Überströmregler Typ 92–99 sichern definierte Druckzustände in Gasanlagen. Je nach Ausführung begrenzen sie einen Verdichterenddruck, überwachen einen Saugdruck oder sichern den Differenzdruck zwischen End- und Saugseite gegen Über- oder Unterschreitung.
Die Baureihe ist für Gase nach DVGW-Arbeitsblatt G 260 sowie nicht-aggressive Gase vorgesehen. Für andere Gase sind angepasste Sonderausführungen möglich. Alle Varianten basieren auf einem gemeinsamen Grundaufbau aus Steuerregler und Stellgerät; die jeweilige Sicherungsfunktion wird durch Auswahl, Kombination und Anschluss der Steuerregler bestimmt.
Für die technische Vorauswahl stehen ein Eingangsdruck bis 30 bar, Führungsbereiche von 0,01 bis 30 bar und Nennweiten von DN 50 bis DN 500 zur Verfügung. Größere Nennweiten, Sonderflansche und abweichende Bauformen werden anwendungsspezifisch ausgelegt.
Bis 30 bar Eingangsdruck
Je nach Ausführung für bis zu 30 bar.
Führungsbereich 0,01 bis 30 bar
Abgestuft über verschiedene Steuerregler.
DN 50 bis DN 500
Größere Nennweiten auf Anfrage.
100 mbar Mindestdruckdifferenz
20 mbar mit vergrößerter Arbeitsmembran.
Selbsttätig ohne Fremdenergie
Der Vordruck liefert die Hilfsenergie.
DIN-, ANSI- und Sonderflansche
Anschlüsse nach Kundenanforderung.
Vorteile und Ausführungen der Überströmregler Typ 92–99
Sicherungsfunktion passend zur Aufgabe
Anpassbar an die Einbausituation
Wartung direkt vor Ort
Technische Daten der Überströmregler Typ 92–99
Die wichtigsten Kenndaten der Baureihe im Überblick – von Eingangsdruck, Führungsbereich und Mindestdruckdifferenz bis zu Nennweiten und Anschlüssen.
Anschlüsse nach Kundenforderung –
auch ANSI- und Sonderflansche möglich.
Aufbau und Funktionsweise der Überströmregler Typ 92–99
Steuerregler und Stellgerät
Die Überströmregler bestehen im Grundsatz aus einem Steuerregler und einem Stellgerät. Das Stellgerät umfasst unter anderem Kegelventil, Arbeitsmembran, Ausgleichsmembran, Steuerdüse und die zugehörigen Druckleitungen. Die Steuerregler werden passend zur benötigten Sicherungsfunktion und zum Druckbereich ausgewählt. Für Betriebsdrücke oberhalb von 7,5 bar beschreibt die Baureihe den Steuerregler RUHH in Kombination mit der Kolbenventil-Ausführung K. Dabei ersetzt ein Kolben die Ausgleichsmembran und gleicht hohe Druckunterschiede konstruktiv aus.
So arbeitet die Enddrucksicherung am Beispiel Typ 94E
Der Vordruck liegt unter dem Kegelventil, auf der Ausgleichsmembran und unter der Arbeitsmembran an. Über die Steuerdüse gelangt er außerdem in den oberen Membranraum. Beim Anfahren des Verdichters steigt der Druck dort verzögert an. Der entstehende Differenzdruck öffnet das Kegelventil, sodass die Maschine nicht gegen den Enddruck des Systems anfährt. Nach dem Druckausgleich schließt das Ventil wieder.
Überschreitet der Vordruck den am Steuerregler eingestellten Wert, öffnet dessen Steuerventil. Gas strömt aus dem oberen Membranraum ab; der Differenzdruck an der Arbeitsmembran öffnet das Kegelventil. Der Ansprechdruck wird am Handrad eingestellt. Bei den übrigen Typen wird das Grundprinzip durch andere Steuerregler und Druckanschlüsse an die jeweilige Enddruck-, Saugdruck- oder Differenzdruckaufgabe angepasst.
Technische Auslegung und Anfrage zu Typ 92–99
Für die Auswahl der passenden Ausführung sind die gewünschte Sicherungsaufgabe, Medium, Verdichterend-, Saug- und Differenzdruck, Durchfluss, Betriebstemperatur, Nennweite, Anschlussart und Einbausituation relevant. W2 berücksichtigt außerdem gewünschte Optionen wie Geräuschdämpfung, Anfahrentlastung, Sollwertverstellung oder Stellungsanzeige.