Sicherheitsabsperrventil (SAV) Typ 53 N/H für Über- und Unterdruckabsicherung
Sichert nachgeschaltete Einrichtungen in Gas-Druckregelanlagen gegen unzulässigen Über- und Unterdruck.
Über- & Unterdruckauslösung
Überwacht beide Druckgrenzen; beim Ansprechen schließt das Ventil.
SAV Typ 53 N/H: Absicherung bei Über- und Unterdruck in Gas-Druckregelanlagen
Das Sicherheitsabsperrventil SAV Typ 53 N/H schützt nachgeschaltete Einrichtungen, beispielsweise in Gas-Druckregelanlagen, gegen unzulässige Drucküberschreitung und Druckmangel. Der zu überwachende Druck wird über eine Messimpulsleitung dem Messwerk zugeführt. Wird der eingestellte Ansprechdruck über- oder unterschritten, löst der Mechanismus aus und das Ventil schließt.
Die Standardausführung ist für Gase nach DVGW-Arbeitsblatt G260 sowie nicht-aggressive Gase vorgesehen. Für andere Gase sind Sonderausführungen beschrieben. Eine integrierte Membranbruchsicherung sorgt dafür, dass auch bei einem Membranbruch eine Druckmangelauslösung erfolgt.
Für unterschiedliche Betriebsdruckbereiche stehen die Messwerke 53N und 53H zur Verfügung: 53N wird standardmäßig bis 50 mbar Betriebsdruck eingesetzt, 53H für Bereiche oberhalb von 50 mbar.
0,2–0,5 s Ansprechzeit
Abhängig von Druck, DN und Messwerk.
−15 bis +60 °C
Dokumentierter Betriebstemperaturbereich.
DIN, ANSI & Sonderflansche
Anschlüsse nach Kundenanforderung.
Wartung ohne Geräteausbau
Wartungsarbeiten sind vor Ort möglich.
Messwerk 53N oder 53H
53N bis 50 mbar, 53H darüber.
Baulänge individuell anpassbar
Anpassung an örtliche Gegebenheiten.
Vorteile und Ausführungen des SAV Typ 53 N/H
Schnelle und genaue Auslösung
Wartungsfreundlicher Aufbau
Anpassung an die Einbausituation
Technische Daten des Sicherheitsabsperrventils Typ 53 N/H
Die wichtigsten eindeutig belegten Kenndaten im Überblick – von Ansprechzeit und Temperatur bis zu Medien, Messwerk, Anschlüssen und Einbaulage.
Die erforderlichen Ansprechdrücke sind abhängig von Messwerk und Federausführung. Weitere Einstelldrücke sind laut Produktunterlagen auf Anfrage möglich.
Aufbau und Funktionsweise des Sicherheitsabsperrventils Typ 53 N/H
Das Sicherheitsabsperrventil Typ 53 N/H überwacht den Anlagendruck und sperrt den Gasstrom selbsttätig ab, sobald der eingestellte obere oder untere Ansprechdruck erreicht wird. Messwerk, Stellantrieb und Stellglied wirken dabei mechanisch zusammen und ermöglichen eine zuverlässige Sicherheitsabschaltung.
So arbeitet das SAV Typ 53 N/H
Steigt der überwachte Druck über den eingestellten oberen Ansprechdruck, bewegt sich die Membrane gegen die Überdruckfeder. Der Auslösemechanismus wird freigegeben und das Ventil schließt mit Federkraft.
Sinkt der Druck unter den eingestellten unteren Ansprechdruck, bewegt sich die Membrane in Gegenrichtung gegen die Mangelfeder. Auch dadurch wird der mechanische Schließvorgang ausgelöst.
Bei einem Membranbruch gelangt Gas in den Federraum und wird über die Beatmungsleitung abgeführt. Der Druck im Membranraum fällt ab und das SAV löst wie bei Druckmangel aus.
Vor dem erneuten Öffnen ermöglicht das integrierte Druckausgleichsventil den Druckausgleich vor und hinter der Ventilplatte.
Messwerk, Stellantrieb und Stellglied
Das SAV Typ 53 N/H besteht im Wesentlichen aus drei Baugruppen: Messwerk, Stellantrieb und Stellglied. Das Messwerk erfasst den über die Messimpulsleitung zugeführten Druck und vergleicht dessen Wirkung mechanisch mit der Einstellung der Überdruck- beziehungsweise Mangelfeder.
Wird der eingestellte Ansprechdruck erreicht, gibt das Messwerk den Auslösemechanismus frei. Der Stellantrieb überträgt diese Auslösung auf das Stellglied, das die eigentliche Absperrfunktion übernimmt und den Gasstrom selbsttätig unterbricht.
Zusätzlich verfügt das SAV über ein integriertes Druckausgleichsventil sowie eine Membranbruchsicherung. Für unterschiedliche Betriebsdruckbereiche stehen die Messwerke 53N und 53H zur Verfügung.
Die vollständigen Schritte zu Inbetriebnahme, Einstellung und Wartung sind der Betriebsanleitung zu entnehmen.
Technische Auslegung und Anfrage zum SAV Typ 53 N/H
Für die technische Auswahl sind insbesondere der zu überwachende Betriebsdruck, der gewünschte obere und untere Ansprechdruck, Medium, Temperatur, Nennweite, Flanschstandard und Einbausituation relevant. Bei kundenspezifischen Ausführungen können zusätzlich Anschlusslage und Baulänge berücksichtigt werden.